22.09.2026 · von Christoph Lang
»Können wir das nicht einfach mit WordPress machen?« Eine berechtigte Frage — aber die falsche, wenn sie ganz am Anfang eines Projekts steht.
Denn die Wahl des richtigen Content-Management-Systems entscheidet oft jahrelang darüber, wie viel Freude oder Frust die eigene Website im Alltag macht.
Ein Content-Management-System ist wie das Fundament eines Hauses: Man sieht es später nicht mehr, aber jede spätere Erweiterung, jede Renovierung und jeder Umzug hängt davon ab, wie solide es gelegt wurde. Deshalb beginnt bei uns jedes Webdesign-Projekt nicht mit der Frage nach dem System, sondern mit der Frage nach Ihren Anforderungen — das System folgt danach.
Wie wir Websites konzipieren und umsetzen, beschreiben wir auf unserer Seite Webdesign München. Hier geht es um die Systemwahl dahinter.
Viele Unternehmen entscheiden sich für ein CMS, weil sie den Namen schon einmal gehört haben oder weil ein früherer Dienstleister damit gearbeitet hat. Das Ergebnis sind Websites, die entweder hoffnungslos überdimensioniert sind — ein Konzern-System für eine Handvoll Seiten — oder so eingeschränkt, dass jede Erweiterung zum technischen Kraftakt wird.
Die richtige Wahl hängt nicht davon ab, welches System gerade am bekanntesten ist, sondern davon, wie Ihr Unternehmen strukturiert ist, wer die Inhalte pflegt und wohin Sie sich entwickeln wollen. Genau das klären wir in der Konzeptionsphase, bevor die erste Design-Entscheidung fällt.
WordPress ist das weltweit meistgenutzte CMS — bekannt für seine riesige Plugin-Landschaft, viele fertige Themes und eine breite Entwickler-Community. Es eignet sich besonders gut für Unternehmen, die schnell starten wollen und auf eine große Auswahl an Erweiterungen zurückgreifen möchten.
TYPO3 ist ein Enterprise-System, das ursprünglich für komplexe, mehrsprachige und mehrstufige Webauftritte entwickelt wurde. Es bringt von Haus aus ein durchdachtes Rechte- und Rollenkonzept mit — ideal, wenn mehrere Abteilungen oder Standorte gemeinsam an einer Website arbeiten.
Kirby ist ein schlankes, dateibasiertes CMS aus Deutschland, das keine Datenbank benötigt und sich außergewöhnlich flexibel an individuelle Designs und Strukturen anpassen lässt. Es ist unser bevorzugtes System für maßgeschneiderte Websites, bei denen Gestaltung und Struktur nicht in ein vorgegebenes Korsett gepresst werden sollen.
Erst wenn diese fünf Punkte geklärt sind, lässt sich seriös sagen, welches System das richtige ist — nicht umgekehrt. Warum Standard-Templates der Marke oft im Weg stehen, haben wir im Beitrag Maßanzug statt Konfektionsware genauer ausgeführt.
WordPress spielt seine Stärken aus, wenn Sie viele Standard-Funktionen benötigen (Newsletter-Anbindung, Terminbuchung, Shop-Erweiterungen) und von einem großen Ökosystem an fertigen Lösungen profitieren möchten. Für kleinere und mittlere Unternehmen mit überschaubarem Pflegeaufwand ist es häufig die wirtschaftlichste Lösung — vorausgesetzt, Sicherheitsupdates werden konsequent eingespielt, denn die Popularität von WordPress macht es auch zu einem beliebten Angriffsziel.
TYPO3 zeigt seine Stärke bei komplexen Strukturen: mehrere Sprachen, mehrere Standorte, unterschiedliche Nutzergruppen mit unterschiedlichen Rechten. Für größere Mittelständler, Institutionen oder Unternehmen mit mehreren Marken unter einem Dach ist das ein entscheidender Vorteil — der allerdings mit höherem Einrichtungsaufwand und Schulungsbedarf einhergeht. TYPO3 ist selten die richtige Wahl für eine schlanke Unternehmens-Website, aber oft unverzichtbar für komplexe digitale Ökosysteme.
Ein Beispiel aus unserer Arbeit: der Internetauftritt für Magnet-Schultz — Marke und Website mit TYPO3 für ein international aufgestelltes Industrieunternehmen.
Für die meisten unserer Projekte — von der Praxis bis zur Institution — ist Kirby unsere erste Wahl. Der Grund: Kirby zwingt uns nicht in vorgefertigte Layout-Strukturen, sondern lässt sich exakt um die Bedürfnisse Ihrer Website herum bauen. Das bedeutet für Sie als Kunde ein individuelles Design, ohne Kompromisse an technische Vorgaben eines Baukastens einzugehen — und ein Pflege-Interface, das wir passgenau auf Ihre redaktionellen Abläufe zuschneiden.
Bei Projekten wie der Praxisklinik Dr. Dr. Hariolf Fakler oder der Islamberatung in Bayern hat sich dieser Ansatz bewährt: individuelle Gestaltung, gepaart mit einem System, das im Alltag einfach zu bedienen ist. Wie komplexe Angebote konversionsstark strukturiert werden, lesen Sie in Intelligentes UX-Design — und wie Formulare die Conversion mitsteuern, in Der unsichtbare Türsteher.
Es gibt kein objektiv »bestes« CMS — nur das System, das am besten zu Ihrem Unternehmen, Ihrem Team und Ihren Zielen passt. Deshalb empfehlen wir nie ein System, bevor wir verstanden haben, wer Ihre Website später pflegt, wie oft sich Inhalte ändern und wohin sich Ihr Unternehmen entwickeln will. Diese Beratung ist für uns Teil jedes Webdesign-Projekts — unabhängig davon, ob am Ende WordPress, TYPO3 oder Kirby zum Einsatz kommt.
Wer den nächsten Schritt planen will, findet den Einstieg auf unserer Seite Webdesign München.
Ja, ein CMS-Wechsel ist möglich, aber mit Aufwand verbunden — vor allem bei der Migration bestehender Inhalte und der SEO-Absicherung. Deshalb lohnt es sich, die Wahl von Anfang an sorgfältig zu treffen, statt später zu wechseln.
WordPress selbst ist nicht per se unsicher, aber durch seine große Verbreitung ein häufigeres Angriffsziel. Mit regelmäßigen Updates, einer durchdachten Plugin-Auswahl und professioneller Wartung lässt sich das Risiko deutlich reduzieren.
Nein. Für die redaktionelle Pflege benötigen Sie keine Programmierkenntnisse — wir richten die Backends so ein und schulen Sie so, dass Sie Texte, Bilder und Seiten selbstständig aktualisieren können.
TYPO3 bringt Mehrsprachigkeit als Kernfunktion mit und eignet sich besonders für komplexe, internationale Auftritte. Kirby lässt sich ebenfalls mehrsprachig einrichten und ist bei überschaubarer Sprachenzahl oft die schlankere Lösung. WordPress kann Mehrsprachigkeit über Plugins abbilden — je nach Umfang und Pflegeaufwand prüfen wir, ob das für Ihr Projekt die passende Route ist.
Genau das berücksichtigen wir bereits bei der Konzeption. Kirby und TYPO3 lassen sich modular erweitern; bei WordPress prüfen wir, ob geplante Erweiterungen zuverlässig über Plugins abbildbar sind oder ob ein individuelleres System sinnvoller ist.
Bekanntheit ist kein Qualitätsmerkmal für Ihr individuelles Projekt. Kirby erlaubt uns, Design und Struktur exakt auf Ihre Marke zuzuschneiden, statt Kompromisse mit vorgefertigten Templates einzugehen. Für Unternehmen, denen Individualität wichtig ist, ist das oft der entscheidende Vorteil.
Wir haben Ihr Interesse geweckt? Lassen Sie uns über Ihr Projekt sprechen, ganz offen und unverbindlich.
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